Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung von Raimel Martinez, Wake Technical Community College

Extrons AV-Lösungen unterstützen die Schulung und Zertifizierung von Rettungssanitätern im Simulationsbereich des Wake Tech

Extron war unglaublich hilfreich bei der Planung des RS-Simulationsbereichs. So konnten wir eine Lösung realisieren, die alle unsere Wünsche erfüllt. Wir haben eine hochmoderne Simulationsumgebung für einen Bruchteil der normalen Kosten für ein System mit diesen Möglichkeiten geschaffen.

Jennifer Unitis
Manager of Academic Computing
Wake Technical Community College

Das Wake Tech Community College (Wake Tech) in Raleigh ist mit ungefähr 70.000 Studenten das größte Community College von North Carolina. Am Perry Health Sciences Campus nehmen die Studenten an Kursen für die Zertifizierung als medizinischer Notfalltechniker und Rettungssanitäter teil. Die Schulungen umfassen intensive, szenario-gestützte Instruktionen mithilfe hochmoderner Simulationsgeräte. Hier werden die erforderlichen Praxiskenntnisse und das kritische Denken der Ersthelfer geformt, um den Zustand der Patienten in Notfall- und Trauma-Situationen beurteilen, Diagnosen erstellen und Maßnahmen ergreifen zu können. Im Health Sciences Building B gibt es einen Simulationsbereich für medizinische Notfalldienste, der wie eine Wohnung aufgebaut ist. In der Küche, dem Wohnzimmer, Schlafzimmer und Badezimmer befinden sich medizinische Hightech-Simulationspuppen, die von den Dozenten in einem benachbarten Steuerungsraum gesteuert werden. Die Dozenten generieren Notfallsituationen und überwachen, begleiten und beurteilen die Handlungsweise der Notfalltechniker und Rettungssanitäter direkt durch ein Beobachtungsfenster bzw. anhand der Live- oder aufgezeichneten Video- und Audioinhalte von mehreren Kameras. Zusätzlich werden Video und Audio der Simulationssitzungen zur Nachbesprechung aufgezeichnet sowie für Studenten und Dozenten in anderen Klassenräumen zur Begutachtung in Echtzeit gestreamt.

Die Mitarbeiter der IT- und AV-Abteilung der Wake Tech haben das AV-System des Simulationsbereichs selbst entworfen. Die Niederlassung des ProAV-Integrators Inter Technologies in Raleigh führte die Systeminstallation und Inbetriebnahme aus. Als einer der bewährten Lieferanten von Inter Technologies und der von Wake Tech bevorzugte Hersteller lieferte Extron die Produkte für die AV-Umschaltung, Verteilung, Steuerung und Audiowiedergabe.

Die Herausforderungen

Ein großer Teil des Budgets für den Simulationsbereich floss in die Raumkonstruktion und den Erwerb des Patienten-Simulationssystems. Das hochmoderne Patienten-Simulationssystem besteht aus mehreren anatomisch korrekten Erwachsenen-, Kinder- und Baby-Simulationspuppen, die aus der Ferne gesteuert werden. Die hierfür genutzte Software kann viele verschiedene Krankheitssymptome und Vitalwerte für unterschiedliche programmierbare Szenarien generieren. Das audiovisuelle System ist genauso wichtig wie das Simulationssystem, da es die Video- und Audioereignisse der Schulungssitzungen für die Nachbesprechung aufzeichnet und für die Echtzeit-Überwachung durch die Dozenten und Studenten streamt. Aufgrund des beschränkten Budgets für das AV-System des Simulationsbereichs mussten die Planer sich auf das Wesentliche fokussieren. Trotzdem wollten Sie ein AV-System zusammenzustellen, das vielseitig genug ist, um zukünftige Lebensretter auf ihre Jobs vorzubereiten, aber dennoch einfach bedient werden kann, um den Ablauf der Schulung nicht zu stören.

Designlösung

Übungen werden live zu Overflow-Klassenräumen gestreamt und zur Nachbesprechung aufgezeichnet

Um alle Aktivitäten während der Schulungsübungen zu erfassen, wurden alle vier Räume des Simulationsbereichs mit einer PTZ-Kamera an der Wand und einem von der Decke herunterhängenden Richtmikrofon ausgestattet. Eine DXP 84 HD 4K PLUS-Kreuzschiene leitet die HDMI-Videosignale von den Kameras weiter. Die Mikrofone im Simulationsraum sowie das Mikrofon des Dozenten im Steuerungsraum werden in ein digitales Audio-Verteilsystem eingespeist, das die Signale sowohl weiterleitet als auch für akustisches Beam Steering und Echokompensation (AEC) verarbeitet. Zwei der HDMI-Ausgänge der Video-Kreuzschiene sind mit einem SMP 352-Prozessor mit dualer Aufzeichnung für Medien-Streaming verbunden. Er empfängt zudem analoges Audio vom DSP-Audioprozessor. Der SMP 352 zeichnet die Schulungssitzungen von zwei Simulationsräume simultan auf und streamt diese. Die Aufzeichnungen des SMP 352 werden für die Nachbesprechungen wieder abgespielt, um den Studenten und Dozenten bei der Leistungsbewertung zu helfen. Diese Aufzeichnungen werden auf einem internen Speicher und USB-Sticks gespeichert. Die Studenten können die Sticks mitnehmen und sich die Sitzungen individuell ansehen oder anderen zeigen. Um es realistischer zu gestalten, kümmert sich normalerweise nur das RS-Studententeam in einem Simulationsraum um einen „Patienten“, das auch bei einem realen Notfall gerufen würde. Allerdings können die SMP 352-Streamingausgänge über das Netzwerk zu den Overflow-Kassenräumen oder sogar mit einem Software-Codec, wie z. B. Zoom, über das Internet gesendet werden, sodass größere Studentengruppen die Schulungen live oder die Aufzeichnungen später ansehen können.

Flachbildschirme und Lautsprecher in den Simulationsräumen ermöglichen die Wiedergabe der Schulungsaktivitäten in Echtzeit

Das AV-System im Simulationsbereich umfasst sechs 55 Zoll-Flachbildschirme, damit die Zuschauer die Aktivitäten rund um den „Patienten“ aus der Vogelperspektive sehen können. Eines dieser Displays befindet sich im Overflow-Klassenraum. Die restlichen Displays sind oberhalb der Simulationspuppe in jedem Simulationsraum installiert. Bei der Wohnzimmer-Einstellung beispielsweise, die auf der ersten Seite dieser Fallstudie zu sehen ist, befindet sich das Display am Ende des Sofas, auf dem der „Patient“ auf dem Rücken liegt. Im Schlafzimmer hängt ein 55 Zoll-Display über einem Bett mit einer Erwachsenenpuppe und eins über einem Kinderbett mit einer Babypuppe. Alle sechs Displays zeigen dieselben, im Steuerungsraum ausgewählten Signale der PTZ-Kamera. Die Kreuzschiene leitet die Signale des gewählten HDMI-Videoausgangs der PTZ-Kamera zu einem DTP HD DA8 4K 230-Verteilverstärker, der die Signalübertragung über lange geschirmte DTP-Twisted Pair-Kabelstrecken zu den sechs Displays ermöglicht. Hinter jedem Display wurde ein DTP HDMI 4K 230 Rx-Empfänger montiert, der das Signal von DTP zu HDMI umwandelt.

Zusätzlich zu den Videoinhalten auf den 55 Zoll-Displays werden die von den Deckenmikrofonen in den Simulationsräumen aufgefangenen Audiosignale vom Audiosystem zu den Deckenlautsprechern in den Simulationsräumen geleitet. Der AV-Steuerungsprozessor gewährleistet, dass die gehörten Audioinhalte von den Lautsprechern aus demselben Raum stammen, von dem die Bilder auf den Displays zu sehen sind. Mit den entsprechenden Befehlen zur Audioweiterleitung werden die Mikrofonsignale von demselben Raum gewählt, in dem die PTZ-Kamera aktuell aufnimmt. Die Audiosignale vom gewählten Mikrofon können auch im Steuerungsraum über ein SM 3-Lautsprecherpaar gehört werden. Die Lautsprecher sind mit den Stereo-Ausgängen eines MPA 152 Plus-Verstärkers verbunden, der die Audioinhalte von einem DSP-Audioprozessor erhält.

Die Dozenten im Steuerungsraum steuern das AV-System mit einem Touchscreen und die Simulationspuppen von einem Laptop aus

Im Steuerungsraum können die Dozenten und ihre Assistenten das AV-System steuern und die Simulationen von einem einzigen Bedienerplatz aus ausführen. Wie auf den Fotos in diesem Artikel zu sehen ist, steht ein Laptop auf dem Tisch direkt vor dem Dozenten, auf dem die Simulationssoftware von dem Hersteller der medizinischen Puppen Laerdal Medical Corporation läuft. Diese Software kann vorprogrammierte Simulationsszenarien initiieren oder der Dozent startet spontan Notfälle. Physiologische Parameter werden eingestellt, Krankheitsverläufe ausgelöst und Maßnahmen protokolliert. Die Laerdal-Software liefert die Vitalwerte des „Patienten“ an die Computermonitore in den Simulationsräumen.

Ein 24 Zoll großer Touchscreen-Monitor am Dozententisch im Steuerungsraum wird zur Steuerung des AV-Systems verwendet. Das AV-Team des Wake Tech-College konzipierte die Benutzeroberfläche zur AV-Steuerung und das Installationsteam von Inter Technologies konfigurierte das Steuerungssystem mithilfe von Global Configurator Professional. Die AV-Systemkomponenten werden über einen Netzwerk-Switch von einem IPCP Pro 350-Steuerungsprozessor ausgeführt. Die Benutzeroberfläche auf dem Touchscreen des 24 Zoll-Monitors ist über eine TLI Pro 101 TouchLink®-Schnittstelle mit dem Steuerungsprozessor verbunden, sodass Live-HDMI-Video von den PTZ-Kameras der Simulationsräume auf der Benutzeroberfläche der AV-Steuerung angezeigt werden kann.

Die Ergebnisse

Jennifer Unitis, Manager of Academic Computing, erzählt, dass Sie seit dem Beginn ihrer AV-Karriere ständig AV-Systeme selbst installiert, Konzepte erstellt und Geräte in einem Rack montiert hat. Sie ist auch regelmäßig auf Leitern gestiegen, um Kabel zu ziehen. Da sie so oft mit der Hardware arbeitete, schätzte sie schnell die vielseitigen Funktionen, einfachen Installations- und Betriebsmöglichkeiten sowie die Zuverlässigkeit der AV-Produkte von Extron. Hierdurch wurde Jennifer zu einem enthusiastischen Extron-Befürworter, wo auch immer sie arbeitete. Zeitgleich nahmen sie und ihre Kollegen an den Schulungen von Extron teil und erhielten so mehrere AV-Technologiezertifizierungen von Extron. Als Jennifer ihre aktuelle Arbeitsstelle bei Wake Tech annahm, stellte sie erfreut fest, dass „die Schule ein beinahe 100-prozentiger Extron-Campus ist und dass jeder im AV-Team eine oder mehrere Extron-Zertifizierungen hat“.

Jennifer bestätigt die Meinung ihrer AV-Teamkollegen, dass „Extron unglaublich hilfreich bei der Planung des RS-Simulationsbereichs war. So konnten wir eine Lösung realisieren, die alle unsere Wünsche erfüllt. Wir haben eine hochmoderne Simulationsumgebung für einen Bruchteil der normalen Kosten für ein System mit diesen Möglichkeiten geschaffen. Die Fakultätsmitglieder und Studenten schätzen die leichte Bedienung des Systems und sind mehr als zufrieden.“ Der Simulationsbereich ist ein integraler Bestandteil des RS-Programms und unterstützt das Wake Tech-College bei seiner Mission, „den Staat North Carolina zum besten Ausbildungsort für Notfallsanitäter zu machen“.

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