Extrons Quantum Elite steuert die Videowände des Londoner Metropolitan Police Service an
Der Metropolitan Police Service (MPS) in London (GB) verwendet flächendeckend Videoüberwachung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit.
Der Extron Quantum Elite-Videowandprozessor bot hochwertige Videoverarbeitung und Skalierbarkeit, um künftige Systemerweiterung zu unterstützen.
Anforderungen an die Videowandsysteme
Die Videowände für die C3i-Systeme sollten zur Darstellung einer großen Anzahl von Kameraaufnahmen zusammen mit Nachrichtensendungen und grafischen Informationen, wie z.B. Karten, verwendet werden. Diese Quellen mussten gleichzeitig und ohne Beeinträchtigung der Bilddetails angezeigt werden. Der MPS bat auch um die Möglichkeit Kameraaufnahmen oder andere Quellen zu den Videowänden, falls notwendig, hinzufügen zu können. Zuverlässigkeit war unerlässlich, da diese Einrichtungen rund um die Uhr in Betrieb sind. Darüber hinaus benötigte das System eine benutzerfreundliche Oberfläche und sollte in das Hauptschaltsystem integriert werden können, das für alle anderen Kommunikationen, einschließlich Telefonie, Radio und Daten, verwendet wird.
Quantum Elite entspricht den Anforderungen an Erweiterbarkeit
Ungefähr 30.000 IP- und CCTV-Kameraaufnahmen werden an das System in jeder Einrichtung übertragen. In der CCTV-Überwachungs-Suite werden die Kameraaufnahmen gefiltert und zur Anzeige auf den im Erdgeschoss befindlichen Videowänden ausgewählt. Jede Einrichtung umfasst einen strategischen Leitstand, in dem die entsprechenden Mitarbeiter und Leiter die allgemeinen Anweisungen und Strategien während wichtiger Ereignisse sowie die tägliche Arbeit besprechen und delegieren.
Der Quantum Elite ist als Version mit 8 und mit 15 Einschüben sowie 4 HE bzw. 6 HE großen Modulgehäusen erhältlich. Der Quantum Elite 615 mit 15 Einschüben wurde zur Ansteuerung jeder der sieben Videowände in den drei Einrichtungen ausgewählt. Die Moduleinschübe können mit Ein- oder Ausgangsmodulen bestückt werden. Eines der für die Anwendung genutzten Eingangsmodule hat Videoanschlüsse mit hoher Dichte, die bis zu 12 Videoeingänge mit Standardauflösung der Kameraaufnahmen akzeptieren. Das Ausgangsmodul steuert zwei Bildschirme auf einer Videowand an und kann bis zu 128 Quellenfenster gleichzeitig anzeigen.
Jede Videowand umfasste zwischen 8 und 12 Bildschirmen und benötigte daher 4 bis 6 Module mit zwei Ausgängen pro Modulgehäuse. Die Gehäuse wurden zudem mit 2 bis 4 Videoeingangsmodulen mit hoher Dichte zur Verarbeitung von zwischen 24 und 48 Videoeingängen sowie einem oder mehreren RGB-Videoeingangsmodulen mit jeweils zwei VGA-Anschlüssen für PC-Grafikquellen zur Übertragung von Daten, Karten und anderer grafischer Informationen bestückt. Für jeden Quantum Elite blieben mehrere Einschübe unbenutzt, um eine künftige Systemerweiterung zu unterstützen.
Neben den mit den Videowandprozessoren direkt verbundenen PC-Quellen wurden mehrere Grafikquellen über IP zu den Quantum Elite-Prozessoren gestreamt. Ein DVI/RGB-Grafikkodierer für IP-Streaming QGE 100 ermöglichte das Streaming von einem PC zum Quantum Elite über das lokale Netzwerk. Die netzwerkbasierte Übertragung von Inhalten vermeidet die Notwendigkeit zusätzlicher Eingangsmodule und erlaubt praktischerweise die Platzierung der PC-Quellen überall dort, wo eine Netzwerkverbindung verfügbar ist. Hunderte zusätzlicher DVI- oder RGB-Quellen können mit dem Quantum Elite unter Verwendung zusätzlicher QGE 100-Kodierer verbunden werden. Der Quantum Elite kann gleichzeitig bis zu 28 Streams auf der Videowand anzeigen.
Videoüberwachung im Vereinigten Königreich
Das Vereinigte Königreich gilt als das Land mit dem größten Einsatz von Videoüberwachungskameras. Videoüberwachung wird seit mehr als einem Jahrzehnt als eine Maßnahme zur Verhinderung krimineller Aktivitäten oder anderer öffentlicher Bedrohungen sowie zur Ermöglichung und Unterstützung strafrechtlicher Ermittlungen verwendet. Schätzungsweise sind etwa 4,2 Millionen Kameras im Vereinigten Königreich verteilt, was einer Kamera je 14 Personen entspricht. In London allein gibt es ungefähr 500.000 Kameras in privaten Bereichen und viel mehr sind im öffentlichen Bereich im Großraum London verteilt. Videoüberwachung wird außerdem flächendeckend im Londoner
Aufrechterhaltung der Bildintegrität mit hochwertiger Videoverarbeitung
Eine wesentliche Voraussetzung für die MPS-Videowandsysteme ist die Darstellung von Überwachungskameraaufnahmen und anderer entscheidender visueller Informationen ohne die Beeinträchtigung der Bilddetails. Eine auf einer Videowand dargestellte Videoquelle sollte über dieselbe Bildqualität verfügen, als ob sie auf einem einzelnen Display wiedergegeben werden würde. Die wesentlichen Bilddetails sowie die Bildqualität müssen erhalten bleiben, auch wenn die Skalierung zur Vergrößerung oder Reduzierung der Größe des Quellenbildes für die Videowand angewendet wird.
Die Videoverarbeitung wird intern in den Ein- und Ausgangsmodulen gehandhabt. An den Eingangsmodulen verarbeitete Videosignale werden zu den Ausgangsmodulen über einen dedizierten, leistungsstarken, 10 Gbps großen RAPT (Real-Time Asymmetric Packetized Transfer) -Video/Grafik-Bus mit mehr als ausreichender Reserve für die 50 oder mehr Videoquellen geleitet, die auf den MPS-Videowänden bei voller Bildrate angezeigt werden sollen. Der RAPT-Bus und die Videoverarbeitung werden von gemeinsam benutzten Systemressourcen, wie z.B. einem dedizierten Bus oder zentralen Prozessor, getrennt. Dies verhindert eine Systemüberlastung, die sonst die Latenz und Qualität der Videoverarbeitung beeinflussen könnte und stellt zudem eine schnelle Steuerungsrückmeldung bei der Umschaltung von Fenstervoreinstellungen oder Eingangsquellen sicher.
Ausfallsichere 24/7-Betriebszuverlässigkeit
Der Quantum Elite erfüllte die MPS-Anforderungen für ausfallsicheren Dauerbetrieb in vielerlei Hinsicht, einschließlich im laufenden Betrieb austauschbarer Lüfter und redundanter Netzteile sowie Systembetrieb unter Verwendung eines schreibgeschützten CompactFlash-Speichers, der das Risiko eines Virusbefalls sowie die Anfälligkeit für Ausfälle, die für Festplattenlaufwerke typisch sind, beseitigt.
In dem unwahrscheinlichen Fall eines Systemabsturzes gibt der Quantum Elite weiterhin Inhalte an die Videowand aus, da das Betriebssystem und die gemeinsam benutzten Ressourcen vom RAPT-Bus sowie den Ein- und Ausgangsmodulen unabhängig sind. Ein Neustart versetzt das System in weniger als 90 Sekunden in seinen vorherigen Betriebszustand.
Einfacher Nutzerbetrieb
Der MPS wollte, dass die Steuerung jeglicher Kommunikation in den Kontrollzentralen intuitiv und zentral in ein einziges, benutzerfreundliches System integriert sein sollte. Für die Videowände rufen Anlagenbediener einfach vorher festgelegte Fenstervoreinstellungen ab. Zu diesem Zweck wurden zunächst Fenster-Layouts erstellt und als Voreinstellungen auf einem PC mit der Quantum Elite-Steuerungssoftware gespeichert. Die Benutzeroberfläche im Hauptschaltraum wurde anschließend programmiert, so dass die Anlagenbediener Fenstervoreinstellungen schnell auswählen konnten.

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